West-Terschelling, 02. Februar 2014

HERMAN IS BACK

Hä? Ja, das habt Ihr schon richtig verstanden! Diese Saison werde ich, Herman, wieder selber als Kapitän auf der Jan Huygen fahren. So ziemlich genau ein Jahr nach unseren Shocking News überraschen wir Euch also schon wieder. Meinen Vertrag bei der KNRM habe ich nicht verlängert und bin jetzt seit dem 1. Februar wieder voll und ganz für die Jan Huygen da. Darum haben unsere ersten News für dieses Jahr auch etwas auf sich warten lassen… eh frohes Neues übrigens!

Nach einem abenteuerlichen und aufregenden Jahr auf Terschelling habe ich festgestellt, dass ein fester Job als Rettungsbootkapitän und eine eigene Firma nur schlecht zu kombinieren sind. Die zu Beginn versprochenen Freiheiten waren in der Realität nur schwer um zu setzen und das Heimweh nach der Jan Huygen immer im Hinterkopf anwesend. Leider ist die Situation auf der KNRM Station hier zur Zeit so, dass es auch die nächsten ein bis zwei Jahre keine Aussicht auf mehr Freizeit gibt. Tja und 7 Tage die Woche 24 Stunden parat stehen mit nur 3 Wochen Urlaub im Jahr… und letztendlich nur ca. 100 Einsätzen… nein da kann auch ein nettes Gehalt einen echten Seemann nicht ans Land fesseln.

Unsere 7 Sachen packen wir hier trotzdem noch nicht, denn dafür ist die Insel viel zu schön. Besuch ist also immer noch willkommen und ein zu Hause an Land finden wir letztendlich auch gar nicht so schlimm. Ist ja immerhin auf ner Insel… also man könnte das einen Mittelweg nennen.

Herman ist also wieder Kapitän und Bespaßer vom Dienst, Sjoerd ist wieder Maat, Anna erledigt weiterhin alles Organisatorische und wirbelt zusammen mit Flip auch ab und zu an Bord herum.

Die Jan Huygen liegt immer noch wie jeden Winter in Workum und nicht auf Terschelling. Am Ijsselmeer liegt sie einfach geschützter, auf Süßwasser und ist für all unsere fleißigen Helfer einfach besser zu erreichen. Denn auch wenn wir selber nicht so häufig an Bord sind passiert doch eine Menge. Die neuen Dachfenster vom Mitteldeck sind noch mal in der Glaserei, weil die ja leider letztes Jahr einen Fehler gemacht haben. Das Glas war einen Zentimeter zu dünn, wodurch immer Wasser auf den Fenstern stehen blieb. Blöd! Und noch blöder, dass es natürlich fast allen Gästen aufgefallen ist… Ihr Füchse!

Ansonsten ist mit den Masten alles gut gegangen, aber hatten wir in den letzten News ja auch schon das Schmutzwassertank-Projekt angesprochen. Der Tank ist mittlerweile fertig und kann wahrscheinlich am nächsten Wochenende eingebaut und angeschlossen werden. Danach muss die Kabine wieder eingezimmert werden und Mitte März haben wir dann unseren jährlichen Werfttermin in IJmuiden. Bis zum Saisonstart im April haben wir also noch etwas Zeit.

So viel Zeit, dass wir uns jetzt auch erstmal etwas Entspannung gönnen: 8 Tage Marokko! Sonne einschalten, Kopf ausschalten und die verrückten letzten Monate verarbeiten… Wir sind dann mal weg!

Viele Grüße,

Anna & Herman

Noordzeekanaal, 16. Mrz 2014

BRAND IN VOLENDAM

So wir sind wieder zurück aus Marokko! Frisch und erholt und gerade auf dem Weg zur Werft. Ist ja jedes Jahr das selbe Spielchen. Nur in diesem Jahr ist der Hinweg etwas spektakulärer.

Zu dritt sind wir unterwegs nach Ijmuiden und weil man das nicht in einem Tag schafft haben wir einen Zwischenstopp in Volendam eingelegt. Schon um 15 Uhr haben wir angelegt und uns unter die Touris begeben. Schön Hering und Räucheraal gegessen, Sonne und Bierchen dazu. Herrlich! Abends noch mal mit dem Hund raus, das Reklameschild an Bord holen und ab ins Bett. Am nächsten Tag sollte es um halb 9 weiter gehen.

Nachts um 5 Uhr wurden wir auf einmal von immer lauter werdenden Sirenen wach… und das Schlimmste war eigentlich das sie direkt vorm Schiff verstummten. Scheiße! Also zack in Unterhose raus an Deck und da konnte man es auch schon sehen und vor allem riechen. Das Haus gegenüber von unserem Anleger stand in Flammen. Es dauerte nicht lange und da stand auch Sjoerd schon an Deck. Da der Wind die Funken direkt in unsere Richtung wehte und der Brand in kürzester Zeit immer größer wurde war uns relativ schnell klar, dass wir unser Schiff so schnell es geht umlegen mussten. Immerhin haben wir schon ein Klüversegel und die Fock drauf und man kann sich wohl vorstellen was passiert wenn die zu viele Funken fangen. Also haben wir uns schnell angezogen und die Jan Huygen um eine Schiffslänge nach hinten gebracht - weg von Rauch und Funken.

Der Brand wurde immer größer und die Feuerwehr rückte mit mehr und mehr Fahrzeugen an. In Volendam stehen die Häuser am Hafen dicht an dicht und haben größtenteils Holzfassaden, was die Situation natürlich nicht einfacher machte. Nur 150m vom Geschehen entfernt brannte Silvester 2001 eine Disko am Hafen komplett aus wobei es 14 Tote und zahlreiche Schwerverletzte gab. Dann weckt so ein Feuer natürlich schlimme Erinnerungen. Zum Glück gab es gestern Nacht nur materiellen Schaden. Alle Bewohner der 3 Appartements konnten rechtzeitig evakuiert werden. Wahrscheinlich entstand das Feuer im Imbiss unter den Wohnungen, die komplett in den Flammen verschwunden sind. Der Souvenirshop im vorderen Teil des Hauses hatte wohl am wenigsten zu leiden.

Gegen 6 Uhr war das komplette Dach bereits eingestürzt und die Flammen so weit unter Kontrolle das wir wieder ins Bett gekrochen sind. Am nächsten morgen, eigentlich ja nur einige Stunden später, war vorm Schiff immer noch jede Menge los und hatte man beschlossen das Gebäude kontrolliert ausbrennen zu lassen. Der gesamte Bereich war also immer noch polizeilich abgesperrt und wir lagen mittendrin. Tja aber es hilft nichts, der Hund muss nun mal raus. Etwas merkwürdig ist es schon wenn man unter dem Absperrband der Polizei durch tauchen muss und dann auch sofort zurück gepfiffen wird. Hat aber geklappt und mittlerweile haben wir den Rauch über Volendam hinter uns gelassen und sind wieder unterwegs. Wie es auf der Werft war schreiben wir Euch dann in den nächsten News. Fotos könnt Ihr aber wahrscheinlich schon eher im Fotoalbum finden.

Feurige Grüße von

Anna, Herman & Sjoerd

Reitdiep, 02. Mai 2014

UNDERWAY USING ENGINE

Endlich wieder unterwegs! Im April hatten wir so viel um die Ohren, dass wir gar nicht dazu gekommen sind zu schreiben. Also ein April wie jedes Jahr ; )

Vor allem in unseren eigenen 4 Wänden waren wir fleißig. Wie Ihr sehen könnt haben wir ordentlich umgebaut. Endlich der langersehnte Holzboden, neue Polster auf dem Sofa, ein größerer Schrank, den man auch als Büro nutzen kann und ein Durchbruch in der Küche. Alles anders, alles neu, alles frisch! Aber doch noch nicht ganz fertig… noch eine Saison sparen und dann bauen wir uns im Herbst hoffentlich noch einen kleinen Kamin ein.

Aber auch im Gästebereich haben wir viel gepinselt und lackiert, die Fliesen in der Küche neu gefugt und natürlich die vordere Kabine wieder eingezimmert. Auf der Werft ist auch alles prima gelaufen. Wir mussten zwar erst 2 Tage warten, aber danach war das Schiff dann auch in 24 Stunden fertig. Neuer Rekord! Und wegen der Wartezeit haben wir dann doch noch unsere Rehling 12cm erhöhen lassen und am Ende nichts dafür bezahlt. Guter Deal! Dazu gab es wie jedes Jahr viel Besuch von vielen TÜV-Futzis und auch in diesem Jahr fanden die fast alles super. Wir dürfen also wieder und das tun wir jetzt auch!

Am 30. April kamen unsere ersten 12 Gäste für die Seereise nach Hamburg an Bord. Eigentlich wollten wir ja liebend gerne in den 1. Mai segeln, aber Wind und Wetter haben sich anders entschieden. Wie sollte es auch anders sein… der Wind kommt aus Nordost! Und wo wollen wir hin? Richtig!

Zum Glück müssen wir nicht alleine denken und so kamen unsere lieben Steuermänner Thijs und Sjoerd auf die Idee den ’Landweg’ zu wählen. Jetzt fahren wir in 2 Tagen durch Friesland und Groningen und erreichen heute Abend Delfzijl. Morgen früh können wir dann also bei Borkum auf die Nordsee raus. Sonst wären wir wohl gestern nach Terschelling gesegelt und hätten heute mit Gegenwind (5-6) und ab und zu Gegenströmung auf der Nordsee niemals die Strecke bis Borkum geschafft. Schlaue Abkürzung also und Sightseeing vom Feinsten! Trotzdem kribbelt es… schließlich wollen wir segeln. Zum Glück dauert der Törn ja 7 Tage.

Kurze Zwischenmeldung: Wir haben gerade erfahren dass die Eisenbahnbrücke in Groningen bis einschließlich Sonntag gesperrt ist. Fantastisch! Jetzt müssen wir wieder umdrehen, 3 Stunden zurück fahren und dann werden wir morgen wohl bei Schiermonnikoog nach draußen segeln. Ob es jetzt noch eine Abkürzung ist…?

Sobald wir in Hamburg angekommen sind, geht dann auch schon der Hafengeburtstags-Trubel los. Für Kurzentschlossene haben wir zur Zeit noch 8 Plätze frei. Auf welchen Törns noch Platz ist könnt Ihr Euch HIER anschauen.

Für uns geht es jetzt erstmal weiter und wir melden uns dann wieder nach dem Hafengeburtstag!

Liebe Grüße von

Anna, Herman, Sjoerd & diese Woche auch Thijs

Klintholm, 04. Juli 2014

KOPENHAGEN HERE WE COME

Wir machen grad mal wieder so eine richtige Traumreise! Die Schweizer sind da. Wir erzählen so oft von denen, dass bei einigen von Euch vielleicht ein Licht angeht. Alle 3 Jahre dürfen wir 12 Tage lang zusammen mit einem oder zwei anderen Schiffen mit einer Gruppe Behinderter aus der Schweiz in See stechen. Für uns ist das immer wieder eine echte Traumreise - nicht nur weil wir auf solch einer langen Reise immer wieder neue, schöne Häfen entdecken, sondern vor allem der Menschen wegen. In diesem Jahr gibt es sogar ein Blog auf dem die Reise verfolgt werden kann. Schaut doch mal rein!

Diesmal sind wir direkt zu Beginn mit super Segelwetter verwöhnt worden. Mit durchschnittlich 7 Knoten und viel Sonne ging es von Kiel aus erst nach Bagenkop (Langeland), weiter nach Orth auf Fehmarn und dann nach Nysted gegenüber von Rostock. Auch gestern hieß es wieder Meilen machen - es ging nach Klintholm auf der Insel Mön, damit wir in den nächsten Tagen Kopenhagen erreichen und danach unsere Runde um die Insel Sjaellland fortsetzen können. Nun segeln wir hier ja schon eine ganze Weile herum, aber nach Kopenhagen haben wir es bisher irgendwie noch nie geschafft. Wir freuen uns also schon wie die Schneekönige auf die kleine Meerjungfrau… wie auch immer das aussehen mag. Freut Euch schon mal auf die Fotos!

Unser Fotoalbum von dieser Saison ist mittlerweile auch schon wieder gut bestückt. Seit wir wieder auf der Ostsee sind hatten wir eine Hochzeitsfeier in Kappeln, eine Reise in die dänische Südsee und selbstverständlich die Kieler Woche. Letztere hat uns ins diesem Jahr sogar mit relativ viel Sonne überrascht. So richtig viel Regen gab es nur zur Windjammerparade… warum auch nicht?! Die Crew wechselte bei uns irgendwie ein wenig hin und her und darum bedanken wir uns diesmal bei Nele, Thommy, Gitti, Lena, Rieke, Marije und Arnout für die fantastische Hilfe und fürs Gäste glücklich machen. Es hat wieder viel viel Spaß gemacht!

Weil so eine Sail eine feine Sache ist möchten wir natürlich schon mal Werbung für die Hanse Sail in Rostock machen - laut Rieke und Berit (unsere Servicemädels mit Rostocker Roots) die schönste Sail der Saison! Im August ist es schon wieder so weit und es gibt noch freie Plätze und auch noch freie Betten. Ihr seid alle herzlich willkommen! Buchen könnt Ihr wie immer direkt bei uns!

Viele Grüße von der Ostsee

Anna, Herman & Sjoerd

Sassnitz, 18. September 2014

DIE LETZTE RUNDE

Diese Woche heißt es für uns schon wieder ab in die letzte Runde. Nein, die Saison ist natürlich noch nicht vorbei, aber wir umrunden für dieses Jahr das letzte Mal die Insel Rügen. Heute dürfen wir bei strahlendem Sonnenschein noch einmal zusammen mit unseren Gästen einen Blick auf die Kreidefelsen werfen.

Unsere Zeit hier im Boddengebiet war wie immer total schön und wir freuen uns jetzt schon aufs nächste Jahr. Hoffentlich spielt das Wetter dann auch so lange so gut mit. Auch diese Saison haben wir wieder ein paar schöne Häfen zum ersten Mal angelaufen. Ja ja vielleicht war unser Schiff im letzten Jahr mit Dick zwar schon mal da, aber für uns war es dies Jahr eine Premiere auf der Naturschutzinsel Ruden, im Mini-Hafen von Lohme nördlich der Kreidefelsen, im westlichen Schaprode und im Fischerörtchen Freest an der Peene. Letzteres ist wirklich ein guter Tipp wenn man morgens fangfrischen Fisch haben möchte. Und mit etwas Glück zaubert Herman dann sogar nur für Euch 5 kg Zander in eine super leckere Weißwein-Limonen-Soße… mmmmh lecker!

Besonders viel Spaß hatten wir im August in Kamminke - dem östlichsten deutschen Hafen an der Südseite von Usedom. Bereits von unterwegs haben wir versucht den Hafenmeister zu erreichen und wurden prompt mit dem Bürgermeister verbunden. Tja wenn so ein großes Schiff kommt, dann klärt das natürlich der Chef persönlich. Die Einfahrt in den Hafen gestaltete sich dann allerdings etwas schwieriger als erwartet da die Rinne komplett versandet ist. Ach ja wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg! Bürgermeister Uwe hat uns dann freundlich in Empfang genommen und uns direkt das Grill-und-Räucherfischbuffet in der einzigen Gaststätte des Ortes angepriesen. 3 x raten wer da Chef ist. Genau! Uwe. Die Hafenmeisterin und gleichzeitig stellvertretende Bürgermeisterin kam dann auch netterweise im Restaurant mit uns abrechnen. Bestimmt Uwes Frau. Wie auch immer. Am Ende hat jemand von unseren Gästen bei der Tombola noch einen geräucherten Aal gewonnen und der wunderschöne Gesang des polnischen DJ hat dann letztendlich alle zum Abschied nehmen animiert. Aber keine Angst - Kamminke wir kommen wieder!

Dies Wochenende werden wir mit komplett neuen Gästen noch mal im Bodden herum schnuppern und am Montag kommt dann eine Schulklasse an Bord mit der wir uns wieder auf den Weg nach Kiel machen. In einem Monat werden wir dann schon wieder in Holland sein und ja tatsächlich dort gibt es immer noch eine Gelegenheit zum Mitsegeln… unser alljährliches Abschlusswochenende, der Glühweintörn! Für schlappe € 165,- könnt Ihr dabei sein und mit uns gemütlich, herbstlich die Saison beenden.

Tja und warum es sich auch noch lohnt im Herbst noch mal mit zu segeln… weil Ihr dann Anna mit dickem Bauch bewundern könnt. Jaaaha, echt war! So, jetzt ist es offiziell. Große Veränderungen seid Ihr ja mittlerweile von uns gewöhnt und da dachten wir uns, können wir ja gleich damit weitermachen. Ab nächstem Jahr - Ende Januar um genau zu sein - gibt es bei uns Besatzungszuwachs und weil wir es einigen Gästen versprochen haben hier noch eine Zusatzinfo: Es wird ein Mädchen! So, aber weil dies ja eine Segelseite und keine Rosa-Baby-Seite ist sagen wir jetzt erstmal wieder bye bye. Bis im Oktober dann, ne!

Viele Grüße,

Anna, Herman & der Sjoerd

Workum, 18. November 2014

WINTERSCHLAF IN WORKUM

Von wegen! Da kennt Ihr uns aber besser, oder? Die Jan Huygen liegt zwar seit Ende Oktober wieder in Workum an ihrem festen Platz aber es ist schon wieder ne Menge los. O.k. wir waren eine Woche am Bodensee und in der Schweiz unterwegs, haben dort unsere Behindertengruppe aus dem Friedheim besucht und natürlich auch etwas Bergluft geschnuppert. Als es angefangen hat zu schneien haben wir aber schnell reiß aus genommen, denn schließlich haben wir an Bord auch noch etwas zu erledigen.

Diese Woche fangen wir nämlich an unser Schlafzimmer kindertauglich zu machen. Die Kleine braucht ja schließlich auch ein Bett. Auf so nem Schiff kann man halt nicht so einfach extra Möbel dazu stellen, sondern es muss alles ein wenig massiver eingebaut werden. Was wir da die nächsten Wochen so machen, könnt ihr in unserem Fotoalbum verfolgen.

Aber wie war den nun eigentlich der Rest der Saison? Im Oktober hatten wir noch ein paar echt schöne Törns bei bestem Wetter. Nochmal 7 Tage auf der Ostsee mit einer Gruppe die uns jeden Tag Kuchen gebacken hat – Anna’s Segelhose ging danach wirklich nicht mehr zu - und dann natürlich die Heimreise in die Niederlande. Mit einer bunten Truppe aus Holländern und Deutschen haben wir uns noch einmal in der Kieler Bergklause mit einem Schnitzel gestärkt und dann ging es ab durch den Kanal nach Cuxhaven und nach einer unruhigen Nacht (viel Wind und dadurch Wellen direkt in den Hafen) weiter nach Spiekeroog. Dort wurden wir mit strahlendem Sonnenschein belohnt und haben unsere Zeit auf der Insel voll und ganz ausgekostet - Eis, Strand, das volle Programm! Gut erholt segelten wir weiter in eine leider ziemlich nasse, böige Nacht und kamen am nächsten Mittag auf Vlieland an. Und was hat dann Tradition? Bier und Bitterballen in der Dorfkneipe! Da konnten sich auch unsere deutschen Mitsegler ziemlich gut dran gewöhnen. Noch zwei Portionen bitte! : )

Am Wochenende ging es dann direkt weiter mit dem Brandaris Race und das war in diesem Jahr echt der Hammer. Wetter, Wind und Tide sorgten zusammen für eine unglaublich schnelle Regatta… na o.k. unsere super Gäste haben natürlich auch ihren Teil dazu beigetragen… schmunzel! Von Harlingen nach Terschelling in 1:39:04 so schnell waren wir wirklich noch nie. Damit schafften wir zwar den 7. Platz aber die 50 Sekunden zum 6. ärgern uns natürlich immer noch ein wenig… trotzdem ein super super Segeltag (Ergebnisse).

Nur ein Wochenende später haben wir die Saison mit einem großen Pott Glühwein und einem Segeltörn nach Vlieland abgeschlossen. Schon wieder Sonne, schon wieder nette Gäste, schon wieder ein schönes Wochenende und schwupps da war die Saison auch schon wieder vorbei…

Aber was kann man am Ende einer Saison am besten machen? Genau! Vorfreude auf die nächste Saison wecken und darum haben wir auch schon wieder fleißig geplant. Im nächsten Jahr sind wir wieder auf den 3 großen Sails dabei und unser Programm für die Mitsegeltörns überrascht mit ein paar tollen neuen Törns. Ostern bei uns an Bord in Holland? Oder segeln wir im August zusammen nach Stettin? Ach und das eignet sich ja auch alles so wunderbar als Weihnachtsgeschenk ; )

Liebe Grüße,

Anna & Herman

Delmenhorst, 24. Dezember 2014

FROHE WEIHNACHTEN

Der Dezember ist vorbei geflogen und das Jahr ist nun schon fast zu Ende. Seit gestern sind wir in Deutschland auf Familienbesuch, der Baum ist geschmückt, die Geschenke verpackt, noch einmal kurz an den Computer und dann wird fröhlich in der Küche gerödelt und später geschmaust…

Den letzten Monat haben wir versucht unsere Aufmerksamkeit gut zwischen Schwangerschaft und Schiff zu verteilen. Das Resultat: Unser Schlafzimmer stinkt zwar noch etwas nach Farbe, aber wir konnten zum Glück schon wieder zweimal in unserem neuen Bett nächtigen, auf dem Vordeck wurde schon wieder fleißig geflext und geschweißt und neue, etwas breitere Holztreppchen sind in Arbeit. Außerdem haben wir ein paar neue Wasserhähne in den Toiletten angebaut und alle alten Matratzen und alle alten Kopfkissen raus geschmissen. In der nächsten Saison sind also alle Reisen wieder inklusiv Tiefschlafgarantie und vieler süßer Träume.

Leider sind wir durch die viele Arbeit an Bord wieder viel zu wenig ’zu Hause’ auf Terschelling gewesen. Darum geht’s am 27. auch schon wieder zurück in die Niederlande und ab auf die Insel. Zwischendurch werden wir uns wohl nicht mehr melden und darum sagen wir jetzt schon einmal: DANKE an alle die zu dieser schönen Saison beigetragen haben, uns und unser Schiff schätzen und uns wieder viele schöne Erinnerungen geschenkt haben. Ihr macht unsere Arbeit so unglaublich besonders und lebenswert!

Habt ein schönes Jahresende und einen verdammt guten Start ins neue Jahr und bleibt alle schön gesund und fit damit wir noch lange miteinander segeln können.

Besinnliche Grüße,

Anna & Herman