| Geschichte |
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Die Rederij van Linschoten wurde am 8. Mai 1998 von Herman van Linschoten gegründet! Wie es dazu kam?
Ende der 90er segelte Herman mit seiner damaligen Freundin Ruerdtsje regelmäßig Regatten mit kleinen, traditionellen Plattbodenschiffen - Tjotter. Da es dabei oft um Wochenendveranstaltungen ging brauchten sie eine Unterkunft zum Schlafen. Herman ist kein Campingtyp und machte sich darum bald auf die Suche nach einem etwas größeren Tjalk, einem komfortablen Schlafplatz. Warum? Damals arbeitete Herman als Chefkoch und das brachte ihn zu einem interessanten Vergleich: "Ob Koch oder Eigner eines Charterschiffes, es bleibt bei 7 Arbeitstagen in der Woche. Wenn ich aber das Schiff kaufe, dann kann ich jeden Tag segeln!" Die Schiffe - WAKEND OOG, VICTORIA S & JAN HUYGEN Mit der WAKEND OOG startete Herman von Enkhuizen aus in ein spannendes neues Leben. Die ersten Jahre hatte er um die 120 Fahrtage pro Saison und es wurden immer mehr. Doch irgendwann war die Zeit für etwas Neues gekommen. Herman schaute sich nach einem größeren Schiff um und fand schon bald einen schönen 1-Mast Klipper. Der Kauf war eigentlich schon abgeschlossen als deutlich wurde, dass der Rumpf nicht 100% in Ordnung war. Alles wurde wieder abgeblasen und die Suche ging weiter. Schicksal? Wenig später wurde Herman auf die Stevenaak VICTORIA S aus Harlingen aufmerksam gemacht. Ein alter Hase im Fach sagte damals auf einer Messe zu ihm: "Die VICTORIA S ist zu verkaufen. Du gehst jetzt zu Herrn X und kaufst das Schiff!". So gesagt, so getan!
Nach einem Jahr mit zwei Schiffen, seiner eigenen Flotte, verkaufte Herman die WAKEND OOG. Ein Schiff in Enkhuizen, eins in Harlingen, Personal betreuen, selber fahren und auch noch ein Privatleben haben war oft nicht leicht. Mit der VICTORIA S segelte Herman zeitweise mehr als 170 Tage im Jahr und erreichte mit diesem schnellen Segler sogar einmal den zweiten Platz beim Brandaris Race (2004). Ein besonderes Schiff mit vielen schönen Erinnerungen! An Bord der VICTORIA S zum Beispiel lernte Herman seine heutige Freundin Anna kennen, die auf der Stevenaak noch zwei Jahre als Matrosin mitgefahren ist. Nach vielen Jahren Erfahrung auf IJsselmeer und Wattenmeer kam zwar noch keine Langeweile auf, aber Herman kribbelte es schon wieder in den Fingern. Nach 5 Jahren hieß es Abschied nehmen von der VICTORIA S und auf in ein neues Abenteuer. Im Jahr 2006 fuhr Herman als Skipper auf der AVERECHTS aus Monnickendam und auf der KIEKENDIEF aus Lelystad, beides große Klipper mit hoher Gästekapazität. Ein Jahr war genug! Die ENGELINA kannte Herman noch aus seiner Zeit auf dem WAKEND OOG. Beide Schiffe lagen damals im Winter in Sneek und Herman durfte auf der Koftjalk ab und zu mal nach dem Rechten sehen, während der Eigner im Urlaub war. Es wurde also wieder nicht lange gezögert, denn schließlich war die ENGELINA der Schlüssel zu einem neuen Fahrgebiet. Ab auf die Ostsee! Herman nannte seine neue Errungenschaft JAN HUYGEN, nach dem niederländischen Seefahrer und Entdecker Jan Huygen van Linschoten, seinem Vorfahren. Das neue Fahrgebiet Ostsee mit ihrer wunderschönen Inselwelt und die vielen Segelevents haben Herman sofort gefallen, auch wenn er die ersten Jahren oft ohne Anna unterwegs war. Seit 2009 hat sie ihr Studium aber erfolgreich abgeschlossen und seitdem fahren sie wieder zu zweit dem großen Abenteuer entgegen. Mehr über die JAN HUYGEN & ihren Namen gibt es mit einem Klick HIER, denn schließlich sind wir jetzt schon in der Gegenwart angekommen. Die Werft Schon seit einigen Jahren stürzte Herman sich immer mehr auf die Arbeit an klassischen Holzjachten. Im Winter verdiente er sein Geld bei Oude Liefde Scheepsrestauraties und Heerlien – klassieke schepen. Seit 2004 mietet er eine eigene Halle in Workum und mehr darüber kann man HIER lesen. |






